Eissporthalle öffnet am Samstag wieder am 3.10.2020

 

Solingen Die Eislaufsaison ist gerettet. Ein Defekt in der alten Eismaschine hatte den Start in die neue Eiszeit zunächst fraglich erscheinen lassen. Aber nun ist eine technische Lösung bis zur endgültigen Schließung der Halle 2022 gefunden.

 

Maximal 100 Personen auf der Eisfläche

Regelungen Am Samstag startet die Saison mit der Laufzeit von 13 bis 15 Uhr, unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen. Hierzu gehört eine Beschränkung auf 100

Personen pro Laufzeit und ein geänderter Zutritt. Tickets können ab Freitag über www.eissporthalle-solingen.de erworben werden. Dort stehen auch die stark

geänderten Öffnungszeiten. Es muss ein Kontaktformular abgegeben werden. In der Halle, mit Ausnahme der Eisfläche, herrscht Maskenpflicht. Es gibt ein

Einbahnstraßensystem und Hygienemittelspender. Im Gastronomiebereich sind geschützte Plätze entstanden.

Die gute Nachricht erreichte die Solinger Eissportler am Dienstagmorgen. Knapp zwei Monate, nachdem ein Defekt an der Eismaschine den Start in die neue Wintersaison fraglich gemacht hat, sind die technischen Schwierigkeiten jetzt behoben. So steht einer Eröffnung der von der Lebenshilfe Solingen betriebenen Eissporthalle an der Brühler Straße nichts mehr im Wege.

Das hat der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Andreas Engeln, am Dienstag auf Anfrage bestätigt. So sollen bereits am kommenden Samstag erstmals wieder Schlittschuhläufer auf die Eisfläche dürfen. „In den zurückliegenden Tagen ist die neue Eisfläche geschaffen worden“, sagte Engeln, der ferner betonte, mittlerweile seien auch die betroffenen Vereine über die nun gefundene Lösung in Kenntnis gesetzt worden. Tatsächlich hatte es danach vor einiger Zeit noch nicht ausgesehen. Denn als im vergangenen Sommer klar wurde, dass die bisherige, Jahrzehnte alte Eismaschine nicht länger funktionsfähig sein würde, war guter Rat zunächst teuer gewesen – und dies sogar im wahren Wortsinne, sollte ein Ersatz für die defekte Maschine doch bis zu 60.000 Euro kosten. Eine Summe, die nicht aufzubringen war, zumal das Ende der im Jahr 1975 in Betrieb genommenen Halle ohnehin für das übernächste Jahr vorgesehen ist. So will die Lebenshilfe auf dem Grundstück der Halle nahe des Südparks ihre zukünftigen Behindertenwerkstätten errichten, während der Eissport später einmal in eine neue, von einem privaten Investor errichtete Halle ziehen könnte. Allerdings wird diese moderne Halle, wenn überhaupt, frühestens in einigen Jahren zur Verfügung stehen, so dass nach dem Defekt der Eismaschine im August praktisch über Nacht das Aus für den gesamten Solinger Eissport drohte. Um dies zu verhindern, wurden darum direkt nach Bekanntwerden der schlechten Kunde hinter den Kulissen Anstrengungen unternommen, um einen Ausweg zu finden.„Sämtliche Beteiligten – bei der Stadt Solingen, in den Vereinen wie dem EC Bergisch Land und auch bei uns – haben dabei eng und gut zusammengearbeitet“, lobte Lebenshilfe-Geschäftsführer Engeln jetzt noch einmal das Engagement auf allen Seiten, nachdem bekannt geworden war, dass die Durchleitung des Kühlmittels Ammoniak in der alten Eismaschine nicht mehr funktionierte.Ein Problem, das schließlich behoben werden konnte. „Wir haben mit Hilfe der Stadt eine technische Lösung gefunden“, sagte Andreas Engeln, der sich parallel optimistisch zeigte, dass die Eis-Aufbereitung nicht nur für die jetzt beginnende Wintersaison gesichert ist. So gehen die Verantwortlichen der Lebenshilfe davon aus, dass auch in der darauffolgenden letzten Eislaufzeit ab Herbst 2021 keine Schwierigkeiten auftreten und die Halle bis zum Frühjahr 2022 aufgehalten werden kann. Was wiederum die Eissport treibenden Vereine freuen dürfte. Zwar wird es zur Eröffnung am Wochenende keinerlei Feierlichkeiten geben, da die Corona-Krise größere Events auch in der Eissporthalle unmöglich macht. Vielmehr müssen die Nutzungen im Vorfeld auf der Internet-Seite der Halle eingetragen werden.Gleichwohl garantiert die nun gefundene Lösung zumindest mittelfristig die Existenz des Eissports in der Klingenstadt. Allein beim EC Bergisch Land sind mehrere hundert Kinder im Eishockey aktiv. Um den Eissport langfristig zu sichern, ist der besagte Neubau nötig. Es steht aber noch nicht fest, wo eine solche Halle entstehen könnte. Im Gespräch war bereits die Errichtung einer Traglufthalle. Unter anderem macht sich der Verein „Solingen braucht Eis“ für eine neue Halle stark.